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Wie wird Braunstein verwendet? Woraus besteht Braunstein

MnO2  

Braunstein ist ein Oberbegriff für verschiedene eisenhaltige Manganerze in kristalliner Form. Der natürliche Rohstoff ist auch als Manganoxid.

Mangan(IV)-oxid, auch Mangandioxid oder Braunstein, ist ein Oxid des Mangans mit der Summenformel MnO2. Mangan liegt hier in der Oxidationsstufe +4 vor. Aufgrund seines Aussehens (dunkelbraun, glänzt seidig, körnig bis erdig) wird es auch Magnesia nigra, schwarzes Magnesia, oder etwas unpräzise als Braunstein bezeichnet. Braunstein ist jedoch eine Gruppe von Mangan-Mineralien, deren Hauptbestandteil.

Aufgrund seiner oxidierenden Wirkung findet Mangandioxid häufig Anwendung als Oxidationsmittel. So wird es beispielsweise bei der organischen Synthese von Hydrochinon aus Anilin eingesetzt. Mangandioxid ist der aktive Bestandteil der Härterpaste für Dichtstoffe auf der Basis von Polysulfiden und bewirkt die oxidative Verknüpfung über die SH-Gruppen des Polysulfidpräpolymers. Es wird in europäischen Sicherheitsstreichhölzern als Brennratenkatalysator eingesetzt und ersetzt hier giftigere Stoffe wie Kaliumdichromat. Auch in Feuerwerkskörpern wird es als Oxidationsmittel verwendet. Des Weiteren dient es im Labor zur Darstellung von Halogenen aus entsprechenden Halogenwasserstoffen.

Mangandioxid - Verwendung in Keramik

Braunstein ist ein natürliches Manganmineral in Pulverform, mit dem sich Engoben, Tonmasse und Glasuren braun einfärben lassen. Doch das Mineral wird in der Töpferei auch für andere dekorative Effekte genutzt. Eine damit behandelte keramische Oberfläche gibt dem Werkstück einen antiken Touch. Zudem verleiht der Farbstoff eingeritzten oder eingedrückten Mustern und Ornamenten mehr Plastizität.

Manganoxid bietet in der Keramik vielfältige Verwendungsmöglichkeiten. So wird das Mineral Glasuren und Engoben beigemischt. Damit lässt sich eine braune bis schwärzliche Färbung erzielen. Eine Ausnahme bilden Alkaliglasuren – hier entstehen durch die Beimengung leuchtende Violetttöne.

Je nach gewünschtem Ergebnis lässt sich Mangankarbonat auch als Engobe nach dem Schrühbrand oder auf das noch ungebrannte, lederharte Tonobjekt auftragen.

Besonders schöne Effekte sind bei eingeritzten Ornamenten oder stark texturierten Oberflächen mit Wischtechnik zu erzielen. Dabei wird mit Wasser angerührter Braunstein auf das bereits geschrühte Objekt aufgetragen und anschließend mit einem nassen Schwamm wieder entfernt. Der Farbstoff verbleibt in den Vertiefungen und lässt sie plastischer erscheinen.

Braunstein erfordert eine Brenntemperatur, die mindestens bei 1050º C liegt.

Manganoxid lässt sich auch ohne späteres Brennen einsetzen. So wird Braunstein gerne bei Raku Brenntechnik verwendet, um die charakteristischen Risse bei einer Craqueléglasur hervorzuheben. Hier reibt der Keramiker den Farbstoff nach dem Brand in die entstandenen Haarrisse ein.


Formel: MnO2
Molekulargewicht: 86.9368 g/mol
Form: braunschwarzes Pulver
CAS Nummer: 1313-13-9
Dichte: 5.03 g/cm³
Synonyme: Akhtenskit, Pyrolusit, Ramsdellit, Braunstein, Magnesia nigra

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Mangandioxid

  • Hersteller Degussa
  • Verfügbarkeit 1000
  • 0.99€


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